Wie lange noch?

Die Krise hat uns alle medial fest im Griff. Nur eine handvoll Menschen kennen die tieferen Ursachen dieser Krise. Und die meisten von diesen Menschen liegen in der Problemanalyse oft richtig, im Lösungsansatz jedoch völlig daneben.
Die Medien tun ihr Möglichstes, den Schleier vor den eigentlichen Problemen zu erhalten, die Nebelwand vor den Augen der Menschen tagtäglich zu vergrößern. Die Krise spitzt sich zu. Je mehr dies den Menschen bewusst wird, desto mehr wird seitens Politik und Medien versucht, den Fokus auf andere, vermeintliche Probleme zu richten. Zum Teil mit fadenscheinigen und irrwitzigen Themen.

Die Strompreise steigen, jeder ärgert sich darüber. Die Ursachen sind bekannt, sogar dem gutgläubigen Durchschnittsbürger. Wenn er denn will. Das Erneuerbare Energieen Gesetz (EEG), mit dem Deutschland die Welt retten will vor dem ach so bösen CO2, treibt die Preise für die nächsten 20 Jahre in ungeahnte Höhen. Effizienz? Umweltschutz? Wer eine Technologie subventionieren muss, damit sie sich durchsetzt, kann durch kurzes Überlegen herausfinden, wie es um deren Effizienz und damit auch um deren Umweltverträglichkeit bestellt sein muss. Und als großes Dankeschön für die höheren Strompreise, die natürlich indirekt auch jedes einzelne hergestellte Produkt in Deutschland verteuern, werden wir in den kommenden Jahren mit starken Stromausfällen zu kämpfen haben, weil unser Stromnetz die starken Schwankungen nicht mehr lange verkraften wird.

Schlaue Politiker haben das EEG wissentlich oder unwissentlich der Konsequenzen für unser Land beschlossen – mal wieder ohne uns zu fragen. Der Hintergedanke dabei ist so simpel wie dreist: So kann man auf Kosten der Bevölkerung – ohne es Steuer zu nennen – Geld umverteilen und Arbeitsplätze schaffen, eine Scheinblüte erzeugen. Leider auf Kosten unseres Wohlstands. Aber wer kann schon dagegen widersprechen? Will denn nicht jeder unsere Umwelt schützen? Wer etwas anderes sagt und auf die Unsinnigkeit des gesamten Vorhabens hinweist, der gilt im besten Fall als umweltverschmutzender Außenseiter. Schlimmeres ist meist die Regel.

Schlaue Politiker haben auch beschlossen, dass Frauen nun zu Quoten werden müssen. Denn die armen Frauen, die seit Menschengedenken angeblich nicht in der Lage sind, sich in der Männerwelt erfolgreich durchzusetzen, wenn sie das denn überhaupt wollen, werden jetzt gezwungen zu wollen.
Die Medien, die brav den Auftrag des Gender-Mainstreamings ausführen, haben sogar erste, wesentliche Erfolge vorzuweisen: Männliche Professoren müssen sich jetzt mit Herr Professorin ansprechen lassen.
 

Wieviel verqueres, absolut lächerliches und unsinniges Zeug müssen wir eigentlich noch über uns ergehen lassen?
 

Wie lange müssen wir wieviele Menschen, die entweder nicht wollten oder eigentlich nicht können, nun in Chefetagen und Wissenschaftsgremien sitzen haben? Müssen wir, dank der staatlichen Vorschriften, wirklich solange warten, bis die Unternehmen untergehen und die Universitäten noch mehr verkommen? Mir geht es nicht darum, die Frauen zu verunglimpfen. Mir geht es einzig und alleine darum, dass man Menschen, egal ob Mann oder Frau, nicht per Quote auf Posten zwingen soll, die sie ansonsten nie selbst in Anspruch genommen hätten. Man sollte niemanden und auch keine Gruppe zu irgendetwas zwingen. Das ist Diskriminierung, heißt aber heute lieber Quote. Die tollen Frauenquoten werden den Frauen schaden, so wie jedes Quotengesetz jemandem oder einer Gruppe von Menschen zwangsweise schaden muss.

Aber schlaue Politiker sehen immer nur einen Weg, mit vermeintlichen Problemen, die sie meist selbst über die Medien vorher künstlich erzeugt haben, umzugehen: Sie beschließen ein Gesetz dafür oder dagegen. Und regeln damit etwas, das eigentlich keiner Regeln bedarf.

Schlaue Politiker bestimmen übrigens auch, was unsere Kinder in den Schulen lernen müssen. Das kommt den schlauen Politikern ganz recht. Denn nichts ist einfacher, als Kinder in der Schule mit den passenden Ideologien und den gewünschten, vorgefertigten Meinungen zu berieseln. Bis zum Abitur ist das eine ganz schön lange Zeit. Da kann man einiges tun. Mit dem Studium wird das natürlich nicht anders. - Doch, etwas schon: Denn speziell im Studium haben die großen Konzerne direkt und indirekt über den Staat Einfluss auf den Lehrinhalt. Das kommt den Großen sehr gelegen. Nichts ist für Konzerne schöner, als wenn man Wissenschaft mit einer gehörigen Portion Marketing und einer großen Portion weggelassener Information verbinden kann, um sich am Ende Bachelors, Masters, Diplomanden, Doktoranden und Professoren gezogen zu haben, die der Unternehmensstrategie am dienlichsten sind. Zum Beispiel werden Ärzte heute dazu ausgebildet, um Tabletten zu verschreiben und nicht, um natürliche und alternative, nachweislich heilende Methoden anzuwenden. Es gibt doch nichts Schöneres aus Sicht der Konzerne und des Großkapitals, wenn Menschen durch jahrzehntelange Indoktrination und Beschäftigung mit halbgarem wissenschaftlichem Zeugs, für das keine Zeit mehr bleibt, es kritisch zu hinterfragen, am Ende genau DAS von sich geben, was von den Konzernen und vom Staat gewünscht wird.

So vermeidet man effektiv kritische Stimmen.
So vermeidet man Revolutionen.
So vermeidet man echten wissenschaftlichen Fortschritt.
So vermeidet man, dass Menschen den Menschen dienen.

So funktioniert Korporatismus; das ist die Welt, in der wir heute leben. Wir leben nicht im Kapitalismus, auch wenn die schlauen Politiker und die handlangerischen Medien uns das ständig sagen. Echte, freie Marktwirtschaft würde nämlich allen heutigen schlauen Akteuren schlagartig ihre Macht nehmen und dem Menschen dienen.

Und so bildet eine weitere Generation blindstudierter Menschen die nächste Generation schlauer Politiker. Eine eigene Kaste von Doktoren und Professoren, die glauben, lange genug studiert zu haben um zu wissen, wie der Hase in der Welt läuft. Auf die Idee, dass essentielle Denkfehler in das Fundament ihres Denkens absichtlich und vielleicht unabsichtlich eingebaut wurden, kommen sie natürlich nicht mehr. Dass Menschen, die sich die Mühe gemacht haben, sich ihre eigene Meinung selbständig und unabhängig zu bilden, vielleicht viel besser wissen, was gerade geschieht, ist ja auch absurd... Sie glauben einfach an das, was man ihnen vorgefiltert beigebracht hat – so wie die Wirtschaftsprofessoren in der UDSSR daran glaubten, dass der Kommunismus funktioniert. Die  konnten das damals sogar beweisen! Aufgrund der nicht mehr hinterfragbaren Fehler in den Grundfesten ihres Denkens war es ein Leichtes, Professoren auszubilden, die puren Unsinn verbreiteten.
 

Wie lange wollen wir alle diesem Unsinn noch Glauben schenken?
 

Heute, da es in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem an allen Ecken knirscht und knarzt, und es nur noch einen kleinen Windstoß braucht, um das Kartenhaus des Korporatismus einstürzen zu lassen, sollte man anfangen, sein eigenes Denken grundlegend zu hinterfragen. Beginnend bei einfachsten Themen, immer mit der Frage:

„Wem nützt es, wenn ich das glaube?“

Der erste Schritt zur Lösung unserer Probleme beginnt damit, seine eigenen Meinungen zu hinterfragen. Denn wie weit ist die eigene Meinung tatsächlich die eigene Meinung? Woher kommen oder kamen die Informationen, die benötigt werden, um eine eigene Meinung zu bilden? Und wurden diese Informationen kritisch hinterfragt? Wurden überhaupt andere Informationen eingeholt? Oder hat man sich ausschließlich auf die Reportage im Fernsehen verlassen?

Cui bono?

Wer hat etwas davon, dass ich genau diese Meinung übernehmen soll?

Zu fast jeder Meinung gibt es mindestens noch zwei weitere Meinungen, zwei weitere Sichtweisen,  die es wert sind, gehört oder gelesen zu werden. In den Dokus werden Zweit- oder Drittmeinungen aber nicht oft behandelt und wenn, dann unzureichend.

Gehen Sie auf die Suche nach ihrer echten, eigenen Meinung! Denn Sie haben mit großer Wahrscheinlichkeit gar keine eigene!

Lassen Sie andere Meinungen zu, hinterfragen Sie möglichst unvoreingenommen alles, was Ihnen die Medien vorsetzen. Lesen Sie alle Argumente und Gegenargumente, die Sie finden können, egal wie unsinnig sie anfangs erscheinen mögen. Nur dann bildet sich am Ende ein Wissen heraus, das eine eigene Meinung möglich macht.

Beginnen Sie am besten mit dem klassischen Liberalismus, der österreichischen Schule und der PDV.

Wir sind die Partei aus Menschen mit eigener Meinung.

Kommentare

Der Artikel gefällt mir sehr gut. Spricht den Leser voll an und bietet einen Vorschlag zur Lösung, ohne die Lösung selbst propagieren zu müssen.

Die Frauenquote ist auch aus anderer Sicht totaler Unfug (wenn's auch bei weitem nicht der wichtigste Punkt in dem Artikel ist).
Ein sexistischer Unternehmer zahlt für die Diskriminierung einer besser geeigneten Frau einen Preis. Nämlich nicht die fähigere Person zu haben. Wie wird ein solcher wohl mit einer "Quotenfrau" umgehen, vor allem, wenn sie dann auch noch weniger fähig ist?

Bei einem nicht-sexistischen Unternehmer wäre die Quote nicht notwendig. Sie zwingt ihn eine evtl weniger geeignete Frau einzustellen und kann ihm so höchstens Schaden.

Abgesehen davon ist diese Quote stark ungerecht. Denn sie ist in mehrerlei Hinsicht diskirminierend und sexistisch: Nur Frauen !brauchen!(tun sie das? ich denke nein) eine Quote. Nur große Unternehmen müssen die Quoten beachten.
Das ist selektives "Recht" und willkürlich gewählt (auch die prozentuale Quote selbst!)

na endlich mal jemand der tatsächlich erkannt hat wie das perfide System funktioniert. Gutes Gefühl nicht ganz allein auf der Welt zu sein !

… alles Quatsch.

für diesen fundierten und wertvollen Kommentar. Ich hätte mich doch beinahe der Mühe unterzogen den Artikel mal zu durchdenken. Ihr Kurzkommentar erspart mir dann aber doch diese Arbeit. Dafür ein herzliches Dankeschön!

"Zum Beispiel werden Ärzte heute dazu ausgebildet, um Tabletten zu verschreiben und nicht, um natürliche und alternative, nachweislich heilende Methoden anzuwenden."

Ein pauschales Gegeneinanderausspielen von Schul- und Alternativmedizin halte ich für falsch. Es gibt keine Trennung von natürlich oder unnatürlich, Chemie oder Nicht-Chemie. Das sollten eigentlich auch Nicht-Naturwissenschaftler endlich einmal begreifen. Im Übrigen muss auch einmal gesagt werden, dass gerade auch im alternativen Gesundheitsmarkt viele Produkte im Spiel sind, bei denen man sich fragen darf, ob es hier eher um Geldmacherei als um Wirksamkeit geht. Aber natürlich darf aus meiner liberalen Sicht jeder auch gern homöopathisches Zeug mit keinem Molekül Wirkstoff zu sich nehmen, solange er es selbst zahlt. Fazit: Einseitige Konzernschelte ist falsch, Korporatismusschelte ist gut und richtig. Und die Schelte eines alternativen Heilpraktikers kann unter Umständen auch moralisch richtig sein.

Bild des Benutzers Thomas Stahl

Dem kann ich zustimmen. Im Grunde ist das aber überall so. Es wird immer schwarze Schafe geben. Bei jedem Thema und auf beiden Seiten. Im Moment sehe ich, wie Sie ja auch, das Problem speziell beim Korporatismus angesiedelt. Und die Schulmediziner sind da natürlich weit mehr involviert als die Alternativmediziner, daher hat die Schulmedizin meiner Meinung nach tendeziell weit mehr wissentliches oder unwissentliches Gewinnstreben seitens der Ärzte.

Ich werde mich beim nächten Mal dbzgl. deutlicher ausdrücken.