Net News Feed

Subscribe to Net News Feed Feed
Up to Date - 24 / 7
Aktualisiert: vor 45 Minuten 19 Sekunden

Mit Herzblut und Leidenschaft

So, 05/02/2017 - 09:18
Fußball: Der BVB gewinnt das zum Prestigekampf Tradition gegen Emporkömmling hochstilisierte Spitzenspiel gegen RB Leipzig mit 1:0. Dortmund feiert sich nach einem emotionalen Schlagabtausch. Die Kehrseite: Wieder einmal zeigen Chaoten ihre hässliche Fratze. Thomas Tuchel winkte unwirsch ab. Gleich zu Beginn der Unterhaltung hatte ihn der Reporter nach Mario Götze gefragt. Doch für den BVB-Trainer ist das "kein Thema nach dem Spiel, dass wir einen Ersatzspieler rauspicken und darüber reden. Das ist der völlig falsche Zeitpunkt." Viel lieber wollte der Trainer über das Spiel reden und die vielen Emotionen, die es erzeugt hatte. Mit dieser Einschätzung lag der 43-Jährige völlig richtig, schließlich gab es doch genug zu erzählen über einen Sieg, dem sie in Dortmund das Prädikat "besonders wertvoll" zuordneten.

Krieg

So, 05/02/2017 - 09:16
Martin Luther hatte recht, man soll den Leuten aufs Maul schauen. Worte, auch gelogene, verraten Absichten oder zumindest Vorstellungswelten. So gesehen ist bedeutsam, was US-Präsident Donald Trump dem mexikanischen Kollegen Peña Nieto am Telefon gesagt haben soll: Er werde Truppen ausschicken, um mit den «schlechten Kerlen da unten» fertig zu werden. Ein Witz, wird beschwichtigt - Trumphumor. Der Mexikaner habe keine Verstimmung gezeigt. Doch das Militär liegt der amerikanischen Führung am Herzen – nicht erst seit Trump – und sein Einsatz ist allgemein anerkanntes Werkzeug der Aussenpolitik. Nach der Niederlage im Vietnamkrieg (1975) gab es nur eine kurze Periode der Kriegsabstinenz unter den Präsidenten Ford und Carter, von den «Falken» als «Vietnam-Syndrom» verachtet. Seit Ronald Reagans Angriff auf das kleine Grenada (1983) hat jeder amerikanischer Präsident Kriege im Ausland geführt. «Bei Gott, wir haben das Vietnam-Syndrom abgelegt», sagte Bush der Ältere nach dem Sieg im Irak-Krieg von 1991.

Deal mit Bürgerkriegsland

So, 05/02/2017 - 07:53
Die EU will mit einem Zehnpunkteplan verhindern, dass weitere Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa kommen. Die 28 Staats- und Regierungschefs beschlossen am Freitag in Malta, die Mittelmeerroute von Nordafrika in Richtung Europa zu blockieren. Der Plan sieht vor allem eine stärkere Zusammenarbeit mit Libyen vor. Kurzfristig aufgenommen wurde darin ein Verweis auf ein vorgestern abgeschlossenes Flüchtlingsabkommen zwischen Libyen und Italien. Das von einem jahrelangen Bürgerkrieg zerrüttete Libyen ist das wichtigste Transitland für Migranten, die von Afrika aus nach Europa wollen. Das Land wird trotz einer 2016 gebildeten, illegitimen »Einheitsregierung« in weiten Teilen von bewaffneten Milizen kontrolliert.

Neues von der Lügenpresse II: Das trumpsche Kesseltreiben

So, 05/02/2017 - 07:52
Der Begriff Lügenpresse war schon des Öfteren Thema in Zettels Raum und hat nicht zuletzt durch die geplante Einrichtung eines Wahrheitsministeriums um den scheinbar so allgegenwärtigen "Fake-News" begegnen, weitere Bedeutung gewonnen. An dieser Stelle möchte ich allerdings auf einen Seitenaspekt eingehen, der eben nicht direkt mit dem Begriff der Gesinnungspresse (der Begriff gefällt mir immer noch am besten) assoziiert ist, aber in meinen Augen mindestens ebenso schwer wiegt, wenn nicht sogar schwerer als die direkte Wirkung der falschen Information. Und zwar die irgendwann schlicht nicht mehr vorhandene Information. Ich möchte das an einem Beispiel aus den letzten Wochen klar machen. Donald Trump hat in seiner unnachahmlichen Art nicht erst lange zu diskutieren sondern erst einmal zu handeln, ein 90-tägiges Einreisemoratorium für sieben Ländern beschlossen.

EU kontra Migranten: Wiedermal ein Zehn-Punkte-Plan

So, 05/02/2017 - 07:51
Lange nicht gesehen, Zehn-Punkte-Plan! Aber nun endlich ist er wieder da, der Listentrick der Politik, der noch immer dann geholfen hat, wo es nicht mehr weiter ging. Wenn man nicht mehr weiter kann, macht man einen Zehn-Punkte-Plan, das lehrt die Politik-Vorschule. Und das lebt die Profi-Politik Europas mit jeder Faser, seit ein Sondergipfel der EU zum Thema Flüchtlinge im April 2015, hupps, einen "Zehn-Punkte-Plan" zur Begrenzung des "Zustroms" (Angela Merkel) beschloss.

Europa: Ohne Kontrolle ins Chaos

So, 05/02/2017 - 07:50
Es sind die ganzen Regierungspolitiker samt ihren Abnickervereinen in den Parlamenten, die Europa ins Chaos stürzen. Doch die Menschen wollen die Kontrolle zurück.

Was kostet ein Kind?

So, 05/02/2017 - 07:21
Nein, es geht in diesem Beitrag NICHT um Menschenhandel! Vielmehr geht es um die Beträge, die Eltern hierzulande zu stemmen haben, wenn sie ein Kind in die Welt setzen. Es geht allerdings auch um real ganz und gar nicht vorhandene Chancengleichheit, was den Artikeln 2, 3 und teils auch 6 des GG eklatant widerspricht. Die tatsächlich vorhandene Chancenungleichheit hat unter Führung der neoliberalen Politsekte Züge angenommen, die unweigerlich zu einer Zweiklassengesellschaft mit drastisch zurückgefahrenen Sozialleistungen führen müssen. Oder, anders ausgedrückt: Der leidige Neoliberalismus begünstigt Reiche so sehr, dass die Gesellschaft ihre eigene Zukunft nicht nur auf’s Spiel setzt, sondern definitiv auch verspielt.

Radioaktive Strahlung in Fukushima-Reaktor könnte einen Menschen in einer Minute töten

So, 05/02/2017 - 07:16
Die Folgen des Unglücks sind schlimmer, als bislang angenommen, auch die weitere Erkundung des Sicherheitsbehälters mit Robotern stößt auf Probleme. Schon erstaunlich ist, dass Tepco, der wegen der hohen Kosten des Fukushima-Unglücks bereits faktisch verstaatlicht wurde, erst 6 Jahre nach der Kernschmelze in drei Reaktoren gemessen haben will, wie stark die radioaktive Strahlung in diesen ist. Die Medien sind aufgeschreckt. So titelte die Zeitung Asahi Shimbun gestern: "Radioaktive Strahlung in Fukushima-Reaktor könnte einen Menschen in einer Minute töten."

EU und Meinungsfreiheit

So, 05/02/2017 - 07:13
EU und Meinungsfreiheit: Wenn Worte zur Gefahr für die nationale Sicherheit werden. Die EU mahnt gerne lautstark in anderen Ländern die Medienfreiheit an und lässt nationale Sicherheit oder Schutz der staatlichen Ordnung nicht als Rechtfertigung für Restriktionen gelten. In eigener Sache oder bei Günstlingen ist sie ungleich nachsichtiger. Vaclav Klaus könnte man zu den Gründervätern der modernen Tschechischen Republik zählen. Durch seine Arbeit, zusammen mit seinem slowakischen Kollegen Vladimir Meciar, gelang ihm 1993 das, was vielen anderen nach Unabhängigkeit strebenden Völker nicht gelungen ist: eine friedliche Teilung der Tschechoslowakei in zwei Staaten. Noch bis 2013 bekleidete er wichtige politische Ämter, die letzten zehn Jahre sogar das des Staatspräsidenten.

Großrazzia in Hessen

So, 05/02/2017 - 07:11
Die Großrazzia, die das hessische Innenministerium am Mittwoch, dem 1. Februar, frühmorgens im Rhein-Main-Gebiet organisierte, stellt einen beispiellosen Akt der Einschüchterung gegen Muslime dar. Um vier Uhr morgens überfielen 1100 Polizisten zahlreiche Wohnungen, Geschäftsräume und zwei Moscheen. Betroffen waren Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Limburg, Wiesbaden, der Kreis Groß-Gerau, der Kreis Marburg-Biedenkopf und der Main-Taunus-Kreis. Im Ganzen wurden 56 Objekte durchsucht, 33 davon in Frankfurt. Wie die Betreiber der Bilal-Moschee in Frankfurt-Griesheim berichten, umstellten mindestens zwölf Mannschaftswagen das Gebäude, und martialisch bewaffnete Polizisten traten sämtliche Türen gewaltsam ein, obwohl ein Imam mit allen Schlüsseln daneben stand. Sie demolierten den Grundstückszaun, schlugen Glasfenster ein und warfen in der Bibliothek alles durcheinander.

Brot und Spiele für die Massen

So, 05/02/2017 - 07:09
Am Sonntag steht wieder das größte und damit auch eines der teuersten Einzelsportereignisse der Welt an. Der Superbowl in den Vereinigten Staaten. Es ist das Finale der amerikanischen National-Football-League. Amerikanischer Nationalsport eben. Die „Spiele“ für das einfache und großflächig „verkorkste“ Volk. Der Superbowl mag das um ein vielfaches „großartigere“ Event, grundlegend ähnlich dem Fußball Champions-Legaue Finale der Europäer, sein. Hier ist der Ball rund, dort ist er … na ja eben nicht rund. Das Mediale Dauerfeuerwerk der nächsten Tage in den VSA hat sich in den letzten Jahren auch in europäischen Programmen und Berichterstattungen eingeschlichen. Amerikanische Außenpolitik in HD. Der Hype ist groß bei derartigen sportlichen Ereignissen, bei dem man regelmäßig von manch durchaus schlimmer und gefährlicher politischen Situation ablenken kann.

Bundesregierung verteidigt Racial Profiling bei Polizeikontrollen

So, 05/02/2017 - 07:06
Die Bundesregierung verteidigt die Praxis, Reisende auch aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes wie Hautfarbe und ethnischer Herkunft zu kontrollieren. Es sei keine unzulässige Diskriminierung, „wenn das äußere Erscheinungsbild einer Person nur eines von mehreren Kriterien für die Durchführung einer konkreten polizeilichen Maßnahmen ist“, zitieren die Zeitungen der Essener Funke Mediengruppe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Eine Entscheidung des Koblenzer Oberverwaltungsgerichts von April 2016, wonach Kontrollen allein aufgrund der Hautfarbe eine rechtswidrige Diskriminierung darstellen, bezeichnete die Regierung dem Bericht zufolge als „Entscheidung im Einzelfall“. Dabei ging es um die Kontrolle einer dunkelhäutigen Familie in einem Regionalzug durch Beamte der Bundespolizei. Die Richter urteilten, in dem Fall sei die Hautfarbe das alleinige oder zumindest ausschlaggebende Kriterium für die Kontrolle gewesen.

Das aggressivste Wirtschaftssystem

So, 05/02/2017 - 07:02
Eugen Drewermann: »Geld, Gesellschaft und Gewalt. Kapital und Christentum«, Band 1, Patmos Verlag, 405 Seiten, 32 €. Eugen Drewermanns neues Buch »Geld, Gesellschaft und Gewalt« – der erste Band des zweibändig geplanten Werks »Kapital und Christentum« – ist ein leidenschaftliches Plädoyer gegen das aktuell weltweit herrschende System der politischen Ökonomie (Papst Franziskus spricht von »Wirtschaft des Todes«). Es steht in einer Reihe mit vergleichbaren Aufrufen der letzten Jahre, darunter: von Stéphane Hessel (Übersetzer Michael Kogon) »Empört euch!«, 2010, von demselben (zusammen mit Edgar Morin, Übersetzer M. Kogon) »Wege der Hoffnung«, 2012; von Jean Ziegler (Übersetzerin Ursel Schäfer) »Ändere die Welt!«, 2015, und aus dem Jahre 2015 die Enzyklika des Papsts »Laudato si’«. Die Autoren allesamt beschäftigt derselbe Sachverhalt, von dem Drewermann urteilt: »Tatsächlich gibt es kein dynamischeres, will sagen: aggressiveres und zerstörerisch[er]es Wirtschaftssystem als den derzeit wütenden neoliberalen Kapitalismus.«

Zum Super Bowl wird selbst die Werbung politisch

So, 05/02/2017 - 06:59
Eine Spelunke im amerikanischen Nirgendwo, düster, rauchig und voller Motorrad-Rocker, die ihre Jugend mit dem Steppenwolf-Hit „Born to be wild“ noch einmal aufleben lassen: Das ist die Szenerie des Spots, mit dem Mercedes an diesem Sonntag für seine Sportwagenmarke AMG werben will. Zum Schluss schaut noch kurz Peter Fonda um die Ecke und ringt den Rockern ein „Sieht noch ganz gut aus“ ab, bevor er mit seinem Gefährt davonbraust. Es ist Super-Bowl-Zeit und damit auch die Zeit des Jahres, in der die Werbebranche zu Hochform aufläuft.

Griechenland soll sich auf Bruch mit den Gläubigern vorbereiten

So, 05/02/2017 - 06:55
Laut dem renommierten Wirtschaftswissenschaftler und ehemaligen Finanzminister Yanis Varoufakis muss Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras sich auf einen Bruch mit den Gläubigern des Landes vorbereiten, um diesen abwenden zu können.

Zensieren, ruinieren, massakrieren: Eine Spirale, die uns verschlingen wird

So, 05/02/2017 - 06:54
Ich muss ein Geständnis ablegen. Donald Trump hat mich am Freitag verloren. Nicht, dass ich von ihm begeistert gewesen wäre. Ich habe ihm bislang – nicht ohne Kritik – einiges durchgehen lassen. Nur für sein zentrales Versprechen, das Land wieder dem Wahlvolk zurückzugeben und der Wall Street-Elite nachhaltig mit einem dicken Stiefel in den Hintern zu treten. Das verlieh mir mehr Geduld, als ich ansonsten gehabt hätte.

U.N.-Klimakonferenz 2017: Geniale architektonische Bauweisen der Antike fördern

So, 05/02/2017 - 06:51
Im November 2017 wird in Bonn die Weltklimakonferenz der Organisation der Vereinten Nationen unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi mit mehreren Zehntausend Teilnehmern stattfinden. Wie immer vor einer so grossen Veranstaltung wird im Vorfeld die Presse mit entsprechenden Beiträgen zum Thema „Klima“ regelrecht geflutet. Viele Artikel werden von den Vertretern der verschiedenen Energiebranchen geschrieben und sind selten als solche gekennzeichnet.

Seiten