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Aktualisiert: vor 20 Minuten 39 Sekunden

Das absurde Privileg des DFB

Di, 04/04/2017 - 16:04
Russland-Doping, Kriminalermittlungen gegen Sportfunktionäre, Blanko-Freisprüche für Olympia-Mannschaften - der Spitzensport rutscht immer tiefer in die Glaubwürdigkeitskrise. Der ganze Spitzensport? Eine Insel der Glückseligen gibt es: Fußball. Als pharmazeutisch blitzsauber präsentiert sich just die reichste, dynamischste und global begehrteste Sportart. Was nicht verwundert, weil das Dopingkontrollsystem im Fußball nur geringen Fahndungseifer offenbart. Eine lästige Pflichtübung, in der sich die Verbände sogar die Deutungshoheit über Betriebsunfälle gesichert haben.

Preussische Luftnummern

Di, 04/04/2017 - 16:02
Fußball: Manche Geschichten sind so gut, dass man sie nicht selber erfinden kann. Hertha BSC möchte zukünftig weniger Stadionmiete bezahlen und „droht“ daher mit dem Bau eines eigenen Stadions. Doch wie und wo? Vielleicht sogar in Brandenburg? Der letzte Vorschlag wirkt nun wie ein verfrühter April-Scherz. Man möchte das neue Stadion im Olympia-Park neben dem altehrwürdigen Olympiastadion bauen. Beraten wird man dabei vom Architektenbüro Albert Speer. Kabarettistisch kann man dies vermutlich nur noch steigern, wenn man den Bau einer Eisbären-Halle für 200.000 Zuschauer fordert. Am Besten auf dem Gelände des mittlerweile überregional bekannten BER. Berlin ist immer für eine Luftnummer gut.

Kreml aus Mitgefühl mit Berlins peinlicher Brandenburger-Tor-Ausrede in Deutschlandfarben angestrahlt

Di, 04/04/2017 - 15:59
(Satire) Moskau kann Berlins Ausrede laut eigenen Angaben gut nachvollziehen. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag mitteilte, könne man die aus vorgeschobenen Gründen ausgebliebene Solidarität mit den russischen Anschlagsopfern von Montag nachfühlen und wolle deshalb mit einer eigenen Solidaritätsgeste den Kreml in deutschen Nationalfarben erstrahlen lassen. Auch eine Schweigeminute für Deutschlands in diesem Fall stark eingeschränkte Ausredemöglichkeiten sei für Dienstag geplant

Herrschaft der Ökonomie im Sozialwesen

Di, 04/04/2017 - 15:05
Mit Gesundheit, Krankheit und Pflege lässt sich Geld verdienen, viel Geld. Seit Jahrzehnten arbeiten die EU-Kommission und die Bundesregierung darauf hin, den europäischen Binnenmarkt und vorrangig die Bundesrepublik Deutschland für internationale Profitunternehmen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft attraktiv zu machen. Dem dient auch die seit 2013 alljährlich in Nürnberg stattfindende Fachmesse ConSozial. Auf dieser Messe tummeln sich die Branchenvertreter und werden nicht müde, die Bundesrepublik als bevorzugtes Zielterritorium der unternehmerischen Ausbeutung zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen, Kranken, Behinderten, Pflegebedürftigen und letztlich auch Versicherungspflichtigen anzupreisen.

Von der Leyen holt Rüstungsberater ins Verteidigungsministerium

Di, 04/04/2017 - 15:02
Ein erhöhter Militäretat führt nicht zwangsläufig zu mehr Sicherheit. Ministerin Von der Leyen will nun Teile der Rüstungsbeschaffung privatisieren. Wie ZDF Monitor nachwies, sind die involvierten Unternehmensberater eng mit der Rüstungsindustrie vernetzt. Vor allem die Münchener Sicherheitskonferenzen stehen seit 2014 im Zeichen von Appellen, die Militäretats der NATO-Mitgliedsstaaten auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprojekts zu erhöhen. Derzeit investiert Deutschland 1,2 Prozent seines BIP in die Verteidigung. Die Zwei-Prozent-Marke bedeutet, dass zukünftig zehn Prozent des Gesamthaushalts dafür ausgegeben werden müssten.

Totenwache statt Party für EU-Politiker in Rom

Di, 04/04/2017 - 15:00
Am 25. März trafen sich die Politiker Europas am Geburtsort des „europäischen Projekts“, um den 60. Geburtstag der Römischen Verträge zu zelebrieren. Weil es nichts zu feiern gab, war es eher eine Totenwache als eine Party. Priesen sie die Disintegration Europas, die sie nun „Hochgeschwindigkeitseuropa“ oder „Europa der wechselnden Geometrien“ nennen? Oder waren sie dort, um sich selbst zu ihren üblichen Versuchen der Krisenbewältigung zu gratulieren – Versuche, die in der gesamten Europäischen Union einen fremdenfeindlichen Nationalismus zur Folge hatten? Sogar hartgesottene Europafreunde gaben zu, dass die Versammlung in Rom eher eine Totenwache war als eine Party. Und ein paar Tage später schickte die britische Premierministerin Theresa May dann den Brief ab, der den langsamen, aber unwiderruflichen Austritt Großbritanniens aus der EU einleitete.

Fast jeder vierte Arbeitslose rutscht sofort in Hartz IV

Di, 04/04/2017 - 14:56
Fast jeder vierte Arbeitslose bezieht einem Zeitungsbericht zufolge trotz einer vorherigen versicherungspflichtigen Beschäftigung sofort Hartz IV. Besonders stark betroffen seien Künstler und andere Kreative mit nur kurzzeitigen Arbeitsverhältnissen, berichtet die »Saarbrücker Zeitung« unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Demnach sind im vergangenen Jahr mehr als 580.000 Menschen sofort in die staatliche Grundsicherung abgerutscht, weil sie entweder die Zugangsvoraussetzung für Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung nicht erfüllten oder ihr Arbeitslosengeld so gering war, dass es mit Hartz IV aufgestockt werden musste.

Depressionen: Das gefährliche „Uns-geht-es-gut-Paradoxon“

Di, 04/04/2017 - 14:53
Depressionen breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Das meist stille Leiden hat gravierende Folgen, deren Höhepunkt nicht selten der Selbstmord ist. Gleichzeitig hören wir jeden Tag aus allen möglichen Ecken, wie gut es uns gehe. Die Tatsache, dass diese Aussage auf dem Prüfstand schnell brüchig wird, ist das eine. Die Wirkung, die sie auf depressive Menschen hat, das andere. Laut Tagesspiegel hatte im Jahr 2006 jeder Erwerbstätige durchschnittlich an 1,4 Tagen im Jahr psychische Probleme und blieb der Arbeit fern. Zehn Jahre später, 2016, waren es bereits 2,6 Tage im Jahr. Menschen mit Depressionen konnten 2016 im Schnitt 35 Tage pro Jahr nicht arbeiten, bei durch Krebs erkrankten Menschen waren es lediglich 32 Tage.

Portugals Linksregierung verschenkt Großbank

Di, 04/04/2017 - 14:49
Vor fast drei Jahren haben die Konservativen in Portugal mit der Banco Espírito Santo (BES) die größte Privatbank verstaatlicht, was die Steuerzahler fast fünf Milliarden Euro gekostet hat. Die sozialistischen Nachfolger, die im November 2015 die Macht übernommen haben, und die Justiz müssen sich weiter mit den Altlasten im Bankensektor herumschlagen. Die Konservativen hatten die Probleme in den Jahren unter Aufsicht der Troika zuvor stets nur vertagt. Die vor 15 Monaten eingeleiteten Aufräumarbeiten führen auf der einen Seite nun dazu, dass in der Schweiz gerade 160 Millionen Euro beschlagnahmt wurden, die BES-Banker in die Alpenrepublik verschoben haben sollen. Gegen sie wird auf Basis eines portugiesischen Rechtshilfegesuchs unter anderem wegen Geldwäsche ermittelt.

Tanzen war meine Chance, vielleicht ist es auch Deine

Di, 04/04/2017 - 14:45
"Tanzen ist 'auch' harte Arbeit", sagt Gunnar Laatsch. Er leitet die Eastside Fun Crew – ein Projekt des Freidenker Barnim e. V. Jugendarbeit hat für ihn auch etwas mit Ernsthaftigkeit zu tun: "Kindern Garantie zu geben ist enorm wichtig." Den Erfolg dieses Konzepts 2016 erlebten unter anderem die "Breaking Boundaries" aus Bernau. Bei der Qualifizierung zur Weltmeisterschaft in Glasgow tanzten sie sich 2016 in ihrer Kategorie aus 37 Mannschaften auf den 1. Platz und kamen mit der Goldmedaille der Europameisterschaft zurück nach Bernau.

IWF gibt nächsten Milliarden-Kredit für die Ukraine frei

Di, 04/04/2017 - 14:43
Die Ukraine bekommt eine weitere Hilfszahlung des Internationalen Währungsfonds (IWF). Das Exekutivdirektorium der Organisation hat nun grünes Licht für die Auszahlung einer Kredittranche in Höhe von einer Milliarde Dollar gegeben. Damit hat das Bürgerkriegsland bislang 8,38 Milliarden Dollar aus einem 17,5 Milliarden Dollar umfassenden Hilfspaket erhalten. Der stellvertretende IWF-Chef David Lipton sagte, dass die Wirtschaft der Ukraine Anzeichen der Erholung bei zugleich sinkender Inflation aufweise. Zudem hätten sich die internationalen Reserven verdoppelt.

Die Energiewende braucht einen Turbo

Di, 04/04/2017 - 14:40
Die eigentliche Bewährungsprobe für den Umbau der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr steht erst noch bevor. Damit Deutschland klimaneutral wird, braucht es mehr Bürgernähe, mehr Ehrgeiz beim Energiesparen und mehr Ökostrom für die Mobilität und die Gebäude. Alles bestens bei der Energiewende? "Weiter auf Zielkurs" sei Deutschland, befand Sigmar Gabriel vor vier Monaten. Da war der SPD-Politiker noch Bundeswirtschaftsminister, und zumindest die Energie-Welt schien für ihn noch in Ordnung. Man habe die richtigen Rahmenbedingungen für den "weiteren dynamischen Ausbau der Erneuerbaren" geschaffen, sagte Gabriel stolz bei der Vorlage des turnusmäßigen "Fortschrittsberichts" zu diesem Thema im Bundeskabinett.

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